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Frühlingsforum Schloss Guteneck 19.04.2018

Schloss Guteneck blüht auf

Ein Hauch von Europa weht durch den lichtdurchfluteten Arkadenhof, wenn mit italienischem Schaumwein die Oberpfälzer Kreation eines holländischen Blumenzwiebelspezialisten im Beisein tschechischer Gäste auf den Namen „Schloss Guteneck“ getauft wird. Die Frühjahrsblüher-Mischung
– vorwiegend in den Farben weiß, blau und rosa – besteht aus einer blauen und weißen Allium, einer roten Hyazinthe, einer rosa Chinodoxa, bekannt als Schneestolz, Schneeglanz oder Sternhyazinthe, sowie je einer weißen, rosa, lila und roten Tulpe. 

Die Pflanzen sind für das rauere Klima robust genug, versprechen die Spezialisten. Die Besucher des Frühlingsforums, die aus ganz Bayern und Tschechien kamen, sowie eine Klasse der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim, konnten am Donnerstag in einem Schaubeet bereits diese neue Blumenkomposition in der Natur bewundern.

Insgesamt 35 000 Frühlingszwiebeln wurden im Herbst zum Beispiel vor dem neuen Feuerwehrhaus, beim Dorfkreuz und auf dem Schlossgelände per Hand oder maschinell gesteckt. Verver Export, ein niederländisches Unternehmen für Blumenzwiebeln und Staudenkonzepte für öffentliche Grünanlagen, erhielt nach den Worten der für Bayern zuständigen Beraterin Gabi Gilch von Mitarbeitern des Schlosses und dem örtlichen Gartenbauverein Unterstützung.

Visionen werden Ziele 

Graf Beissel stellte dieses Miteinander, das hier gelebt werde, besonders heraus. Und genau dieses Miteinander lasse Visionen zu Zielen werden. Landrat Thomas Ebeling machte deutlich, dass Verver normalerweise seine Schaubeete in großen Städten anlegt. Bürgermeister Wilhelm zufolge ist die Firma auf die Gemeinde zugekommen, aber eine Umsetzung  wäre ohne Graf Beissel, auch finanziell, nicht möglich gewesen. 

Von der farbigen Blütenpracht der unterschiedlichen Mischungen – aus Holland kommen nicht nur Tulpen – zeugen die zahlreichen Anlagen. Bei den Pflanzungen unterscheidet Verver zwischen städtischen und ländlichen Bereichen, in Guteneck gut sichtbar vor dem Feuerwehrhaus und der Grünfläche beim Besucher- Parkplatz am Schloss als Kontrast. Dort wachsen die Narzissen wie zufällig, ein geplanter Zufall aber. Die Deutschland-Geschäftsführerin Miek Stap erklärte den Vertretern von Städten, Gemeinden und Kreisgartenämtern, dass bei Rasenpflanzungen auch entscheidend sei, ob man schnell wieder mähen wolle.

Ein Totalausfall

Profi hin oder her, natürlich sind nicht alle 35 000 Zwiebeln aufgeblüht. Manche sind verblüht, einige kommen erst später und ein Totalausfall ist auch dabei: die Tête-à-tête-Narzisse. Das Beet sieht im Vergleich zu den anderen kümmerlich aus. „Sie sind erfroren. Das ist Natur“, sagt Stap. „Nächstes Jahr kommen sie schon wieder.“ Eine neue Mischung unter dem Arbeitstitel „Dreamtime“ mit einer kleinen Kaiserkrone als Hingucker muss sich auf dem Schloss noch bewähren und wird vielleicht später getauft.

„Schloss Guteneck“ dagegen wird nach den Worten von Gilch in den neuen Verver-Katalog aufgenommen und kann dann bestellt werden. Weil die Gebinde etwas größer sind, empfiehlt sie für Privatpersonen Sammelbestellungen.